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Was ist CO2e (CO2-Äquivalent)?
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Was ist CO2e (CO2-Äquivalent)?

ESG / CSRCO₂-Bilanzierung
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In diesem Artikel werden wir erklären, was CO2e ist, wie es berechnet wird und warum es eine zentrale Rolle bei der Emissionsberichterstattung und in der Nachhaltigkeit spielt.
ESG / CSR
2025-01-08T00:00:00.000Z
de-de

CO2e, oder Kohlendioxidäquivalent, ist eine standardisierte Einheit zur Messung der Klimaauswirkungen verschiedener Treibhausgase. Während Kohlendioxid (CO2) das am häufigsten genannte Treibhausgas ist, ist es nicht das einzige, das zur globalen Erwärmung beiträgt. Andere Gase wie Methan (CH4) und Lachgas (N2O) haben ein viel höheres Erwärmungspotenzial als CO2, was den Vergleich ihrer Auswirkungen auf das Klima erschwert. CO2e löst dieses Problem, indem es eine Möglichkeit bietet, die Wirkung verschiedener Treibhausgase mit einer einzigen, vergleichbaren Kennzahl auszudrücken.

Ob Sie nun einen Nachhaltigkeitsbericht eines Unternehmens lesen, Ihren eigenen CO2-Fußabdruck bewerten oder Klimaziele überprüfen – Sie werden wahrscheinlich auf CO2e stoßen. Doch wie genau wird CO2e berechnet und warum ist es ein so wichtiges Werkzeug im Kampf gegen den Klimawandel?

👉 In diesem Artikel erfahren Sie, was CO2e ist, wie es berechnet wird und warum es bei der Emissionsberichterstattung und im Bereich Nachhaltigkeit eine Schlüsselrolle spielt.

Was ist CO2e?

CO2e, auch Kohlendioxidäquivalent genannt, ist eine Messgröße, die zur Standardisierung der Messung von Treibhausgasemissionen dient. Sie ermöglicht, verschiedene Gase auf Basis ihres Global Warming Potential (GWP) miteinander zu vergleichen und in eine gemeinsame Einheit umzurechnen. Diese Standardisierung erleichtert es, die Gesamtauswirkungen verschiedener Aktivitäten, Produkte oder Unternehmen auf das Klima zu bewerten.

Im Kern gibt CO2e die Menge an Kohlendioxid (CO2) an, die den gleichen Erwärmungseffekt hervorruft wie die emittierten Treibhausgase. Da unterschiedliche Gase verschiedene Treibhauswirkungen und Atmosphärenlebensdauern aufweisen, vereinfacht CO2e diese Unterschiede zu einer einzigen, vergleichbaren Zahl.

Beispielsweise ist Methan (CH4) kurzfristig weit wirksamer als CO2 und besitzt über einen Zeitraum von 80 Jahren ein GWP, das mehr als 80-mal höher ist. Auch Lachgas (N2O) ist mit einem GWP von etwa 273 über 100 Jahre deutlich potenter. CO2e gleicht diese Unterschiede aus, indem es die Emissionen verschiedener Gase in das entsprechende Äquivalent von CO2-Emissionen umrechnet.

Durch die Verwendung von CO2e können Unternehmen, politische Entscheidungsträger und auch Privatpersonen den Klimaeinfluss ihrer Aktivitäten genauer bewerten, Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit verfolgen und fundierte Entscheidungen zu Emissionsminderungsstrategien treffen.

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Warum wurde CO2e entwickelt?

CO2e wurde entwickelt, um die Herausforderung zu meistern, den Klimaeinfluss verschiedener Treibhausgase miteinander zu vergleichen. Obwohl Kohlendioxid (CO2) das am häufigsten ausgestoßene Treibhausgas ist, haben andere Gase wie Methan (CH4) und Lachgas (N2O) trotz geringerer Mengen ein deutlich höheres Global Warming Potential (GWP). Ohne ein standardisiertes Messsystem wäre es schwierig, die kombinierte Klimawirkung mehrerer Gase oder Emissionen verschiedenster Branchen und Regionen zu bewerten.

Das Konzept CO2e wurde eingeführt, um die Klimabilanzierung zu vereinfachen, indem alle Treibhausgasemissionen mit einer einzigen, vergleichbaren Kennzahl auf Basis ihres Global Warming Potential (GWP) dargestellt werden. Das GWP eines Gases misst, wie viel Wärme es in der Atmosphäre über einen bestimmten Zeitraum (meist 100 Jahre) im Vergleich zu Kohlendioxid zurückhält. Methan hat zum Beispiel ein GWP von etwa 80 über 20 Jahre, während Kohlendioxid ein GWP von 1 besitzt und damit als Basisgröße dient.

CO2e spielt eine zentrale Rolle in:

  • Weltweiten Klimaabkommen: CO2e wird in Rahmenwerken wie dem Pariser Abkommen genutzt, um Emissionsreduktionsziele für Länder festzulegen.
  • Nachhaltigkeitsberichten: Unternehmen nutzen CO2e zur Offenlegung ihres CO2-Fußabdrucks und zur Verfolgung von Emissionsreduktionszielen.
  • Politik und Regulierung: Umweltvorschriften definieren häufig Meldepflichten und Grenzwerte auf Grundlage der CO2e-Emissionen.
Durch eine standardisierte Vergleichbarkeit aller Treibhausgasemissionen ist CO2e heute ein zentrales Werkzeug im Klimaschutz. Es ermöglicht eine konsistentere Berichterstattung, Zielsetzung und Verantwortlichkeit über alle Sektoren hinweg.

Wie wird CO2e berechnet?

CO2e wird berechnet, indem die ausgestoßene Menge eines Treibhausgases mit dessen Global Warming Potential (GWP) multipliziert wird. Diese Formel ermöglicht es, verschiedene Treibhausgase in ihre Auswirkung auf das Klima – umgerechnet auf Kohlendioxid – darzustellen.

Die Grundformel für die CO2e-Berechnung:

CO2e = Menge des ausgestoßenen Treibhausgases (kg) × GWP des Gases

Was ist das Global Warming Potential (GWP)?

Das GWP gibt an, wie viel Wärme ein Treibhausgas im Vergleich zu Kohlendioxid über einen bestimmten Zeitraum (meist 100 Jahre) in der Atmosphäre zurückhält. CO2 hat ein GWP von 1 und dient als Bezugsgröße, während andere Gase aufgrund ihrer stärkeren Treibhauswirkung höhere Werte aufweisen.

Beispielsweise:

  • Kohlendioxid (CO2) – GWP von 1
  • Methan (CH4) – GWP von 28-80 (je nach Zeitrahmen)
  • Lachgas (N2O) – GWP von 273

Beispielrechnung CO2e:
Nehmen wir an, ein Unternehmen stößt folgende Mengen an Treibhausgasen aus:

  • 1.000 kg CO2
  • 100 kg Methan (CH4)
  • 50 kg Lachgas (N2O)

Schritt 1: Jedes Gas mit seinem GWP umrechnen (auf 100 Jahre gerechnet):

  • CO2: 1.000 × 1 = 1.000 kg CO2e
  • CH4: 100 × 28 = 2.800 kg CO2e
  • N2O: 50 × 273 = 13.650 kg CO2e

Schritt 2: Ergebnisse addieren:
1.000 + 2.800 + 13.650 = 17.450 kg CO2e

Diese Gesamtsumme gibt die kombinierte Klimawirkung aller ausgestoßenen Gase als eine einzige Zahl – in CO2e – an.

Warum genaue CO2e-Berechnungen wichtig sind:

  • Konsistenz: CO2e sorgt für eine einheitliche Berichterstattung verschiedener Treibhausgase.
  • Vergleichbarkeit: Unternehmen und Staaten können Emissionen auf Basis eines Standardmaßstabs vergleichen.
  • Transparenz: Ermöglicht klarere Klimawirkungsanalysen und Zielsetzungen.

Durch die Standardisierung in der Emissionsmessung werden die Aktivitäten mit dem größten Klimaeinfluss leichter identifiziert und gezielte Reduktionsmaßnahmen für Unternehmen und politische Entscheidungsträger möglich.

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CO2e und verschiedene Treibhausgase

CO2e bietet einen einheitlichen Weg, den Klimaeinfluss verschiedener Treibhausgase anhand ihres Global Warming Potential (GWP) zu vergleichen. Während Kohlendioxid (CO2) das am häufigsten ausgestoßene Treibhausgas ist, tragen auch andere Gase erheblich zur globalen Erwärmung bei und werden in die CO2e-Berechnung einbezogen.

Greenhouse Gas Global Warming Potential (GWP) Primary Sources
Carbon dioxide (CO2) 1 (baseline) Burning fossil fuels, deforestation, industry
Methane (CH4) 28-80 Agriculture (livestock), landfill, gas leaks
Nitrous oxide (N2O) 273 Fertiliser use, industrial activities, fuels
Hydrofluorocarbons (HFCs) Up to 12,400 Refrigeration, air conditioning
Perfluorocarbons (PFCs) Up to 12,200 Aluminium production, semiconductor manufacturing
Sulfur hexafluoride (SF6) 25,200 Electrical insulation, magnesium processing
Nitrogen trifluoride (NF3) 17,200 Semiconductor manufacturing

Warum sollten mehrere Gase in CO2e-Berechnungen berücksichtigt werden?

Jedes Treibhausgas unterscheidet sich in seiner Fähigkeit, Wärme zu speichern, und in seiner Lebensdauer in der Atmosphäre. Zum Beispiel:

  • Methan speichert viel mehr Wärme als CO2, baut sich jedoch schneller ab.
  • Fluorierte Gase können Jahrtausende in der Atmosphäre bleiben und haben ein extremes Erwärmungspotenzial.

Durch die Umrechnung aller Treibhausgase in eine einzige CO2e-Zahl werden Klimawirkungsanalysen konsistenter und vergleichbarer, was Unternehmen und politischen Entscheidungsträgern hilft, realistische Reduktionsziele zu setzen und Fortschritte zu verfolgen.

Die Vorteile der CO2e-Berechnung

CO2e spielt eine entscheidende Rolle bei der Messung und Steuerung von Treibhausgasemissionen und ist damit ein Grundpfeiler globaler Klimaschutzmaßnahmen. Durch die Bereitstellung einer standardisierten Kennzahl ermöglicht CO2e Unternehmen, politischen Entscheidungsträgern und Privatpersonen, den Klimaeinfluss verschiedener Aktivitäten, Produkte und Branchen effektiver zu bewerten und zu vergleichen.

Deshalb ist CO2e so wichtig:

  • Konsistenz in der Berichterstattung: CO2e vereinheitlicht Emissionsdaten und sorgt so für Konsistenz zwischen Branchen und Regionen. Diese Einheitlichkeit vereinfacht den Vergleich von Emissionen – egal ob aus Energieverbrauch, Produktion oder Lieferkette.
  • Vereinfachung komplexer Klimadaten: Treibhausgase unterscheiden sich in ihrer Wärmespeicherung und Atmosphäreverweildauer. CO2e vereinfacht diese Komplexität, indem es alle Emissionen anhand des GWP auf eine einzige Kennzahl bringt und so die Interpretation erleichtert.
  • Fundierte Entscheidungen: Mit CO2e als Referenz können Unternehmen und Regierungen bessere Entscheidungen für Emissionsreduktionsstrategien treffen. Die Kennzahl zeigt Bereiche mit hohem Einfluss, dient zur Zielsetzung und ermöglicht die Fortschrittskontrolle.
  • Einhaltung von Vorschriften: Viele Klimapolitiken und Rahmenwerke wie das Pariser Abkommen und die Science-Based Targets Initiative (SBTi) nutzen CO2e für Zielsetzungen und Berichtspflichten. Unternehmen müssen ihre CO2e-Emissionen oft offenlegen, um gesetzliche und Nachhaltigkeitsstandards einzuhalten.
  • Verantwortung und Transparenz: Mit CO2e können Unternehmen Stakeholdern klarere Informationen über ihre Umweltauswirkungen liefern. Transparente Berichte stärken Vertrauen bei Investoren, Kunden und Behörden und fördern die Verantwortungsübernahme in Sachen Klimaschutz.
  • Überwachung globaler Klimafortschritte: Weltweit hilft CO2e Ländern, ihre Fortschritte bei Emissionsreduktionszielen zu beurteilen. Es ist essenziell für internationale Abkommen und ermöglicht den Vergleich und die Kontrolle globaler Emissionsentwicklungen.

Einschränkungen von CO2e

Obwohl CO2e weit verbreitet ist, um Treibhausgasemissionen zu standardisieren, weist die Kennzahl mehrere Einschränkungen auf, die das Verständnis und die Bewertung der Klimawirkung beeinflussen können. Diese Grenzen zu kennen, ist wichtig, damit Emissionsdaten sinnvoll genutzt und richtig interpretiert werden.

1. Vereinfachung der Klimaauswirkung
CO2e reduziert die Komplexität mehrerer Treibhausgase auf eine einzige Zahl, was manchmal die tatsächliche Umweltwirkung zu stark vereinfacht. Verschiedene Gase verhalten sich in der Atmosphäre unterschiedlich: Manche speichern kurzfristig viel Wärme, andere wirken langsamer, dafür länger. Zum Beispiel:

  • Methan (CH4) ist kurzfristig extrem wirksam, zerfällt aber schneller als CO2.
  • CO2 hat ein niedrigeres GWP, bleibt aber viel länger in der Atmosphäre.

Die Reduzierung auf eine Einheitskennzahl kann diese Unterschiede in Zeitverläufen und Effekten verschleiern.

2. Unsicherheit bei GWP-Schätzungen
Die GWP-Werte für CO2e-Berechnungen beruhen auf wissenschaftlichen Modellen, die sich im Laufe der Zeit verändern. Beispielsweise variiert das GWP von Methan je nach Betrachtungszeitraum (20 oder 100 Jahre), was zu unterschiedlichen CO2e-Angaben führen kann.

3. Zeitrahmen-Sensitivität
CO2e-Berechnungen basieren meist auf einem 100-jährigen GWP, was kurzfristige Klimaeffekte potenter Gase wie Methan unterbewerten kann. Besonders in Regionen, die auf raschen Klimaschutz setzen, könnte der sofortige Einfluss unterschätzt werden.

4. Potenzial für Missbrauch bei Kompensationsansprüchen
CO2e wird oft für die CO2-Kompensation und Klimaneutralitätsversprechen verwendet, was irreführend sein kann. Da CO2e alle Gase zusammenfasst, können Unternehmen sich eher auf Kompensation als direkte Vermeidung konzentrieren. Daraus ergibt sich möglicherweise ein falscher Eindruck vom Klimafortschritt.

5. Ausschluss nicht-THG-bedingter Klimaeinflüsse
CO2e umfasst ausschließlich Treibhausgase und nicht andere klimaschädliche Faktoren wie Flächennutzungsänderungen, Abholzung oder Aerosolbelastung, die das globale Klima beeinflussen können.

Fazit:
CO2e ist ein wertvolles Werkzeug zur Standardisierung der Emissionsberichterstattung, sollte aber stets mit anderen umfassenden Klimabewertungen kombiniert werden. Das Bewusstsein für die Grenzen hilft, echte Reduktionen zu fördern statt CO2e als reine Zahlenspielerei im Klima-Reporting zu nutzen.

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Wie Greenly Ihrem Unternehmen helfen kann

Greenly bietet maßgeschneiderte Lösungen für das CO2-Management und hilft Unternehmen dabei, ihre CO2e-Emissionen präzise zu messen, zu analysieren und zu reduzieren – für eine nachhaltigere Zukunft.

Unsere Leistungen umfassen:

  • Umfassende Emissionsüberwachung: Unsere Plattform überwacht Scope 1, 2 und 3-Emissionen und sorgt für einen vollständigen Überblick über den CO2-Fußabdruck Ihres Unternehmens.
  • Life Cycle Assessments (LCAs): Wir führen detaillierte LCAs durch, um die CO2e-Auswirkungen von Produkten und Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus zu bewerten.
  • Datenbasierte Erkenntnisse: Unsere Software identifiziert Emissionsschwerpunkte und gibt fundierte Empfehlungen für Reduktionen.
  • Dekarbonisierungsunterstützung: Wir helfen bei der Entwicklung maßgeschneiderter Aktionspläne zur Emissionsminderung, Optimierung der Lieferkette und realistischen Zielsetzung auf wissenschaftlicher Grundlage.
  • Einhaltung von Vorschriften: Greenly unterstützt Unternehmen bei der Navigation durch komplexe Klimavorschriften, indem wir genaue CO2e-Berichte und Nachhaltigkeitsnachweise liefern.

Durch transparente Emissionsdaten und praxisnahe Empfehlungen gibt Greenly Unternehmen die Werkzeuge an die Hand, um fundierte Entscheidungen im Sinne der globalen Nachhaltigkeit zu treffen. Kontaktieren Sie uns gerne für mehr Informationen

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