


Was Erderwärmung genau ist
Der Unterschied zwischen Erwärmung, Klimawandel und Klimastörung
Wie wir in diese Lage geraten sind
Die vielfältigen Ursachen und Folgen des Phänomens
Was wir tun können und müssen, um es zu beheben

Die globale Erwärmung ist die „Veränderung des Erdklimas, die sich durch einen Anstieg der durchschnittlichen Oberflächentemperatur bemerkbar macht“ (Larousse).
Im Gegensatz zu dem, was manchmal behauptet wird, ist dieses Phänomen nicht zwangsläufig mit menschlicher Aktivität verbunden. Im Laufe ihrer Geschichte hat unsere Erde bereits andere Erwärmungsphasen erlebt als die, über die wir heute sprechen. Wärmere Phasen, die nichts mit dem Menschen zu tun hatten – schlichtweg, weil dieser damals noch nicht existierte.
Das Paläozän/Eozän-Thermalmaximum wurde beispielsweise durch vulkanische Aktivität dieser fernen Zeit ausgelöst. Im Gegensatz dazu sind die Veränderungen, die wir zu Beginn des 21. Jahrhunderts erfahren, menschengemacht.
Der Begriff „Erderwärmung“ wird regelmäßig austauschbar mit „Klimawandel“ oder „Klimastörung“ verwendet. Doch strenggenommen beziehen sich diese Begriffe nicht genau auf dasselbe Phänomen. „Klimawandel“ gibt keine Auskunft über die Art der Veränderung, die damit gemeint ist. Der Ausdruck kann sowohl eine globale Abkühlung als auch Erwärmung bezeichnen. Der Begriff „Klimastörung“ wiederum wird eher selten verwendet, da die beobachteten Störungen vielfältig sind: schwere Wetterereignisse, Verschiebungen der Jahreszeiten usw.
Das nennt man den „Treibhauseffekt“. Ein Phänomen, das für das Leben auf dem blauen Planeten unverzichtbar ist: Ohne Treibhauseffekt würde die Durchschnittstemperatur auf der Erde bei etwa -18 °C liegen. Dank des Treibhauseffekts beträgt diese im Durchschnitt +15 °C.

Man unterscheidet zwei Formen des Treibhauseffekts:
Der natürliche Treibhauseffekt wird durch den menschengemachten Treibhauseffekt gestört. Unser Planet ist nicht in der Lage, so viele Treibhausgase aufzunehmen und zu regulieren, wie wir sie heute ausstoßen. Deshalb erreichen diese Gase Rekordwerte – so hoch wie seit fast drei Millionen Jahren nicht mehr. Und das bleibt nicht ohne Folgen für die globale Temperatur.
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist die Erdtemperatur um 1,1 °C gestiegen, und der Zeitraum 2011–2020 war der wärmste überhaupt. Auch wenn es zuweilen noch zu extremen Kälteeinbrüchen kommt (zum Beispiel in China mit -48 °C im Dezember 2023), steigt die globale Durchschnittstemperatur dennoch kontinuierlich an.
Anders als man denken könnte, brauchen Treibhausgase sehr lange, um abgebaut zu werden. Methan etwa verbleibt rund zwölf Jahre in unserer Atmosphäre. Distickstoffoxid benötigt 120 Jahre bis zum Abbau, und Schwefelhexafluorid gar 50.000 Jahre.
Ständig ist die Rede vom Kohlendioxid (CO₂), weil es etwa zwei Drittel zur Verstärkung des Treibhauseffekts beiträgt. Aus Praktikabilitätsgründen werden die übrigen für die Erwärmung verantwortlichen Gase umgerechnet in CO₂-Äquivalent (CO₂e), um die Vergleichbarkeit zu erleichtern. Laut Website des Europäischen Parlaments ist die Europäische Union (EU) nach China, den USA und Indien der viertgrößte Emittent von Treibhausgasen weltweit.
Diese Frage ist umso berechtigter, weil es uns unglaublich schwerfällt, wirksam zu reagieren. Uns allen: Politiker(innen), Unternehmen, öffentliche Persönlichkeiten, Bürger(innen)...
Viele – besonders in Europa – sind sich intellektuell einig, dass dem Klimaproblem begegnet werden muss. Aber sobald es um konkrete Veränderungen in unserem alltäglichen Handeln geht, wird es schwierig. Doch woran liegt das? Warum ist es so schwer?
The Shift Project, "Climat, crises : Le plan de transformation de l'économie française"
Éditions Odile Jacob
Die ökologische Wende einzuleiten – die echte, die von uns verlangt, Mühen und Entscheidungen auf uns zu nehmen – bedeutet, auf das Gesellschaftsmodell zu verzichten, das seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs alle in Industrieländern Geborenen erlebt haben. Diese Aufgabe ist für unser gewohntheitsgetränktes Gehirn, das auf Annehmlichkeiten und sofortige Belohnung gepolt ist, schwierig.
The Shift Project, "Climat, crises : Le plan de transformation de l'économie française"
Éditions Odile Jacob
Wir erzeugen permanent Treibhausgase durch alle unsere Aktivitäten, die überwiegend ermöglicht werden durch die Förderung und Nutzung fossiler Energien (Erdöl, Gas und Kohle), welche im Untergrund der Erde vorkommen.
Folgende Nutzungen führen besonders massiv zu dieser Ausbeutung:
Es ist bitter ironisch, dass unsere Vorfahren vermutlich ehrlich glaubten, dass die Nutzung solcher Energien unserer Gesellschaft positive Fortschritte ermöglichen würde – zu einer Zeit, als der heutige Komfort noch unvorstellbar war.
The Shift Project, "Climat, crises : Le plan de transformation de l'économie française"
Éditions Odile Jacob
Uns fällt es kaum auf, weil wir uns daran gewöhnt haben, doch schon allein warmes Wasser im Haus bedeutet, dass Energie erzeugt werden muss, um das Wasser zu erwärmen.
Doch auch heute steigen unsere Emissionen weiter. Zwischen 2022 und 2023 nahmen sie um 1,3 % zu. Und es ist zu befürchten, dass das wirtschaftliche und demografische Wachstum der Schwellenländer die Lage weiter verschlimmert – vor allem, wenn diese die früher von westlichen Ländern entwickelten Ausbeutungsmodelle übernehmen.


Kohlendioxid (CO₂) hat heute einen sehr schlechten Ruf. Aber wir sollten wissen: Auch wir stoßen CO₂ nur durchs Atmen aus.
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Fachmedium für Wissenschaft und Forschung
Und da die Natur klug ist, war das System unseres Planeten ursprünglich so ausgelegt, dass die CO₂-Mengen nicht über das Notwendige hinausgehen konnten. Wie? Durch Kohlenstoffsenken.
Unsere Wälder, Ozeane und weitere Bestandteile unserer Ökosysteme nehmen auf natürliche Weise CO₂ auf. Das macht sie zu "natürlichen Kohlenstoffsenken".
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Monatliches Magazin
Problem: Diese Kohlenstoffsenken sind heute so stark beschädigt, dass sie ihre Funktion nicht mehr ausreichend erfüllen können. Unsere Wälder zum Beispiel nehmen längst nicht mehr so viel CO₂ auf wie früher. Die Bäume sind schlicht überlastet. Besonders betroffen: Waldbrände, die sich durch immer häufigere Dürren verstärken. Sterben Bäume massenhaft bei solchen Katastrophen, geben sie das gespeicherte CO₂ wieder frei – was die Lage weiter verschärft.
Die Abholzung verschärft das Problem noch weiter. Sie ist hauptsächlich verbunden mit:
Die Massentierhaltung produziert große Mengen an Treibhausgasen (insbesondere Methan (CH₄)), etwa bei der Verdauung der Tiere – aber nicht nur dann.
Tatsächlich entstehen auch Treibhausgase, wenn:
Die Tierhaltung ist für 14,5 % der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Sie zählt zu den Hauptsektoren, die zur Erderwärmung beitragen. Die FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, englisch Food and Agriculture Organization) schätzt, dass 83 % der weltweit genutzten Agrarflächen für die Tierhaltung genutzt werden.
Wenn wir unseren Konsum von tierischen Proteinen (insbesondere Fleisch) unbedingt verringern müssen, um unserem CO₂-Fußabdruck zu senken, scheint ein völliges Verschwinden der Viehzucht nicht wünschenswert. Immerhin hat sie auch positive Effekte für die Artenvielfalt und das Ökosystemmanagement. Außerdem würde eine komplette Umstellung auf pflanzliche Ernährung zwangsläufig auch den Bedarf an Nutzflächen erhöhen – und könnte damit zu noch mehr Abholzung führen.

| Les conséquences | Ce qu'il se passe |
|---|---|
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L'augmentation des températures moyennes...
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avec des vagues de chaleur plus fréquentes et plus intenses. Les régions arides et méditerranéennes sont particulièrement touchées, mais elles ne sont pas les seules, loin de là. Les sécheresses se prolongent, ce qui affecte les sols, l’agriculture et la biodiversité. |
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La fonte des glaces et l'élévation du niveau de la mer...
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qui menace désormais des villes côtières telles que Miami, et des petits États insulaires comme les Maldives. |
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La perturbation des écosystèmes...
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caractérisée par la migration forcée ou l'extinction des espèces terrestres ou marines touchées, la perturbation des équilibres naturels, une perte de biodiversité et des conséquences en cascade pour les chaînes alimentaires impactées. |
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L'acidification des océans...
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car le dioxyde de carbone absorbé par les océans modifie leur pH. Les récifs coralliens, qui abritent 25 % des espèces marines, en souffrent et mettent en péril la biodiversité marine. |
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Les événements climatiques extrêmes...
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avec l'augmentation du nombre, de la fréquence et de l'intensité de ces événements climatiques extrêmes comme les tempêtes, les ouragans, les inondations et les incendies qui causent à la fois des pertes humaines, des pertes d'infrastructures vitales et même la perte de certains écosystèmes. |
The Shift Project
Thinktank mit Schwerpunkt Klima-Energie-Herausforderungen
| Les conséquences | Ce qu'il se passe |
|---|---|
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Les migrations climatiques forcées...
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lesquelles entraînent évidemment des tensions au sein des zones d'accueil, où les infrastructures et les ressources locales sont souvent insuffisantes pour gérer ces nouveaux arrivants. |
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L'insécurité alimentaire...
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liée aux sécheresses, inondations et au dérèglement des saisons agricoles. La production de nourriture se trouve ainsi perturbée, ce qui est un problème en général, mais un problème aux conséquences autrement plus dramatiques lorsqu'il intervient dans des zones plus vulnérables que d'autres, comme en Afrique. |
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Les conflits de ressources...
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notamment dans les régions comme le Moyen-Orient et l'Afrique du Nord, où la raréfaction de l'eau entraîne des conflits entre communautés, voire exacerbe les tensions existantes. |
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La perte du patrimoine culturel...
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car les sites historiques et les lieux sacrés ne sont pas davantage protégés des catastrophes climatiques que le reste du monde. L’héritage culturel de l'Humanité et la transmission de certaines traditions se trouvent ainsi menacés. |
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La réduction de la qualité de vie...
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liée à la multiplication des extrêmes climatiques voire des catastrophes naturelles. Que ceux-ci aient des répercussions directes (une augmentation de la température au sein du logement) ou indirectes (la raréfaction des ressources à disposition), ils réduisent le bien-être général et provoquent des pertes financières importantes lorsqu'un désastre d'une quelconque nature en vient à endommager les infrastructures existantes. |
| Les conséquences | Ce qu'il se passe |
|---|---|
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La propagation de maladies...
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telles que le chikungunya, car leurs vecteurs (les moustiques) colonisent de nouvelles zones géographiques rendues plus chaudes. Des régions autrefois préservées, comme certaines parties d’Europe, sont désormais exposées. |
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Des problèmes d'ordre respiratoire...
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car la hausse des températures et de la pollution de l'air aggravent l'ozone troposphérique, responsable d'affections respiratoires, particulièrement chez les enfants et les personnes âgées. |
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Du stress thermique...
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notamment lié aux vagues de chaleur qui augmentent le risque de coup de chaleur et de déshydratation, particulièrement dangereux pour les travailleurs en extérieur, les sportifs et les populations vulnérables. |
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Une détérioration de la santé mentale...
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induite par les conditions climatiques et les traumatismes liés aux pertes matérielles, aux déplacements forcés et aux catastrophes à répétition. Ces derniers accentuent les symptômes d'anxiété, de dépression et de stress post-traumatique au sein des communautés touchées. |
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Un déficit nutritionnel...
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lié aux rendements agricoles en baisse, à la difficulté d'accès aux aliments frais et nutritifs et aux carences alimentaires affectant principalement les populations à faible revenu. Les enfants et les personnes âgées sont les plus susceptibles de souffrir de malnutrition. |
| Les conséquences | Ce qu'il se passe |
|---|---|
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Des coûts de reconstruction et/ou de réhabilitation...
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après chaque événement climatique extrême. Les incendies canadiens de l'été 2023 auraient ainsi coûté près d'un milliard de dollars. Autant de dépenses qui pèsent sur les budgets publics et ralentissent les autres investissements essentiels. |
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Des pertes agricoles et viticoles...
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car les conditions climatiques affectent la stabilité des cultures et des revenus, ce qui entraîne par ailleurs une hausse du coût des aliments. Les petits producteurs sont bien sûr particulièrement touchés, ayant moins de moyens pour s’adapter aux aléas climatiques. |
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La hausse des coûts de santé...
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du fait de la multiplication des maladies liées au changement climatique. De fait, les systèmes de santé doivent investir davantage dans la prévention et le traitement des affections respiratoires, vectorielles, et des troubles liés au stress. |
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Des pertes pour le secteur du tourisme...
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qui voit ses sources de revenus (à l'image des stations de ski) menacées. |
| Les conséquences | Ce qu'il se passe |
|---|---|
L'augmentation des tensions géopolitiques... |
du fait des luttes pour l'accès aux ressources. C'est le cas dans l'Arctique, par exemple, car ses ressources naturelles (pétrole et gaz) sont très convoitées. |
Des défis en matière de gouvernance mondiale... |
car les pays les plus touchés par le changement climatique (souvent en voie de développement) demandent davantage de soutien financier et technologique aux pays riches. Or la question de la responsabilité climatique pèse beaucoup maintenant dans le cadre des négociations internationales. |
L'apparition de nouvelles pressions en matière d'adaptation... |
et de résilience. Les gouvernements sont appelés à renforcer les infrastructures pour résister aux catastrophes naturelles, ce qui représente un investissement important. |
Une forte mobilisation sociale... |
initiée tout particulièrement par les citoyens les plus jeunes, qui appellent à des actions climatiques plus ambitieuses. Ces mouvements influencent les choix politiques et obligent certains gouvernements à adopter des lois environnementales et pas toujours bien acceptées du reste de la société pour des motifs divers (la taxe carbone en fut, à ce titre, un exemple criant). |
Un appel à la révision des politiques migratoires... |
du fait de l’augmentation du nombre de réfugiés climatiques. À l'échelle mondiale, sur 7,8 milliards d'humains, 3,3 à 3,6 milliards d'entre eux sont considérés comme vulnérables au changement climatique. |
Courrier international
Französisches Nachrichtenwochenmagazin
NATO Review
NATO
Natürlich – und zum Glück – haben einige Organisationen in Zusammenarbeit mit zahlreichen Staaten daran gearbeitet, Lösungen zu entwickeln, um dem Trend entgegenzuwirken.

Diese beiden Ansätze sind absolut untrennbar.
Sie sind nicht vertraut mit der Funktionsweise jener berühmten Ökosysteme, von denen so oft die Rede ist? Lesen Sie unseren Artikel zu diesem Thema.

Im Allgemeinen besteht die absolute Dringlichkeit darin:
Nathalie Cabrol, in "Am Beginn neuer Horizonte" (Editions du Seuil)
Astrobiologin