The voice of impact
Greenlyhttps://images.prismic.io/greenly/43d30a11-8d8a-4079-b197-b988548fad45_Logo+Greenly+x3.pngGreenly, la plateforme tout-en-un dédiée à toutes les entreprises désireuses de mesurer, piloter et réduire leurs émissions de CO2.
GreenlyGreenly, la plateforme tout-en-un dédiée à toutes les entreprises désireuses de mesurer, piloter et réduire leurs émissions de CO2.
Descending4
Home
1
Blog
2
Category
3
CO₂-Bilanz: Definition, Inhalt, Erstellung
4
Media > Alle Artikel > CO₂-Bilanzierung > CO₂-Bilanz: Definition, Inhalt, Erstellung

CO₂-Bilanz: Definition, Inhalt, Erstellung

ESG / CSRCO₂-Bilanzierung
Level
Hero Image
Hero Image
einband
Einfach erklärt: Bedeutung, Berechnung und Vorteile der CO₂-Bilanz für Klimaneutralität und Transparenz in Ihrem Unternehmen
ESG / CSR
2025-02-25T00:00:00.000Z
de-de

Aus Gründen der Lesbarkeit wird in diesem Text überwiegend das generische Maskulinum verwendet. Es sind jedoch stets alle Geschlechter gemeint.

Die CO₂-Bilanz schafft einen Überblick aller relevanten Emissionsquellen eines Unternehmens – über direkte Emissionen zu Emissionen entlang der Wertschöpfungskette.

Dieser Vorgang eröffnet nicht nur Möglichkeiten zum Klimaschutz, zu Sparpotenzialen und zeigt Handlungsbedarf auf, sondern ist im Rahmen der CSRD-Richtlinie verpflichtend für eine Vielzahl von Unternehmen.

Von den Geltungsbereichen, der strukturierten Erfassung der Treibhausgasemissionen bis hin zur Erstellung der CO₂-Bilanz selbst nach GHG Protocol Standards – Greenly hat alles, was Sie wissen müssen, zusammengefasst

eine Tasse Kaffee und einen Computer

Was ist eine CO₂-Bilanz?

Entgegen des weit verbreiteten Glaubens sind die CO₂-Bilanz und der CO₂-Fußabdruck nicht gänzlich bedeutungsgleich. Während beide Tools essentiell im Klimaschutz sind und als Grundlage für Nachhaltigkeitsberichte dienen, greift der CO₂-Fußabdruck produktspezifisch oder auf individueller Ebene.

Für Personen gibt es dafür diverse CO₂-Rechner, diese analysieren den Energieverbrauch, die Ernährung, die Art der Fortbewegung, das Abfallmanagement und das Konsumverhalten eines Individuums.

Am Ende gibt der Rechner ein Ergebnis aus: den CO₂-Austoß (oder den THG-Ausstoß in CO₂-Äquivalenten) einer Person innerhalb eines Jahres. Also eine Schätzung der persönlichen Treibhausgasemissionen.

Bei Produkten und Dienstleistungen wird der CO₂-Fußabdruck anhand einer sogenannten Lebenszyklusanalyse (LCA) über die gesamte Lebensdauer eines Objektes berechnet.

Dafür werden Rohstoffgewinnung und Materialbeschaffung; Herstellung und Umsetzung; Transport und Distribution; Handel und Nutzung sowie das Lebensende, also Recycling oder Abfallentsorgung, in die Berechnung mit einbezogen – so kann eine präzise Aussage über die Emissionen und Auswirkungen eines Produktes getroffen werden.

Die CO₂-Bilanz hingegen bildet die gesamten Treibhausgas-Emissionen aller Faktoren (also Projekte, Produkte, Mitarbeiter usw.) eines Unternehmens über einen gewissen Zeitraum ab.

Diese Treibhausgas-Freisetzungen werden auf Basis des Greenhouse Gas (GHG) Protocols in die Scopes 1, 2 und 3 kategorisiert, also in direkte und indirekte Emissionen, welche die Grundlage für die CO₂-Bilanzierung bilden.

CSRD-Berichtspflicht

Die Corporate Sustainability Reporting Directive ersetzt die bis dato geltende Non-Financial Reporting Directive (NFRD).

Die CSRD ergänzt und erweitert zuvor verbindliche Regeln.

Sie betrifft deutlich mehr Unternehmen und soll thematisch tiefgreifender für mehr Transparenz sorgen, um es Stakeholdern zu vereinfachen, die Nachhaltigkeit von Betrieben bewerten zu können. Ihr Geltungsbereich wird in den kommenden Jahren deutlich größer werden. 

Wen eine CO₂-Bilanz betrifft

Rein rechtlich sind für das Geschäftsjahr 2024 (einzureichen 2025) alle Unternehmen zu einer CO₂-Bilanzierung verpflichtet, die bereits von der NFRD betroffen waren.

Dazu gehören: große Unternehmen des öffentlichen Interesses, einschließlich börsennotierter Unternehmen, Banken und Versicherungen; Betriebe mit mehr als 500 Mitarbeitern, einem Jahresumsatz von über 40 Millionen Euro oder einer Bilanzsumme von über 20 Millionen Euro.

Zukünftig, also bereits für das Geschäftsjahr 2025 (einzureichen 2026), wird der Kreis erweitert – auf Großunternehmen (unabhängig davon, ob sie börsennotiert sind oder nicht), die mindestens zwei der drei folgenden Kriterien erfüllen: Sie haben mehr als 250 Mitarbeiter, sie machen einen Umsatz von mehr als 40 Millionen Euro, sie haben eine Bilanzsumme von mehr als 20 Millionen Euro.

Ab dem Geschäftsjahr 2026 (einzureichen 2027) sind dann auch kleine und mittelständische Unternehmen betroffen, die mehr als 10 Mitarbeiter haben, einen Umsatz von mehr als 900 000 Euro oder eine eine Bilanzsumme von mehr als 450 000 Euro haben. Kleinstunternehmen sind ausgeschlossen.

Und im letzten Schritt, also ab dem Geschäftsjahr 2028 dann auch Unternehmen, die außerhalb der Europäischen Union ansässig sind, aber innerhalb der EU tätig sind (über eine Tochterfirma oder Zweigstelle) und einen Nettoumsatz von mehr als 150 Millionen Euro erzielen.

Jedoch sei eine CO₂-Bilanz allen Unternehmen, egal welcher Größe, ans Herz gelegt, die ihren Ressourcenverbrauch optimieren und somit Kosten sparen möchten; die Transparenz und damit Vertrauen für Kunden und Stakeholder schaffen möchten; die schon heute auf die Verpflichtungen von morgen vorbereitet sein möchten – und für die Klimaschutz nicht nur eine Worthülse ist, für die andere verantwortlich sind. Welche Vorteile eine CO₂-Bilanz noch schafft, lesen Sie im letzten Abschnitt.

Scopes 1 2 3 – direkte und indirekte Emissionen

Das Herzstück der CO₂-Bilanz sind die sogenannten Scopes, also Geltungsbereiche, in die Emissionen kategorisiert werden. Sie bilden die Verantwortlichkeit der Entstehung der Ausstöße ab, welche im weiteren Verlauf in CO₂-Äquivalente (CO₂e) umgerechnet werden, um Emissionen transparent und vergleichbar darzustellen.  

Welche Scopes gibt es und was sind ihre Bedeutungen?

Scope 1: direkte Emissionen

Emissionen, die direkt vom Unternehmen ausgehen, zum Beispiel durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen in seinen Anlagen oder in einem Fuhrpark. Dazu zählen auch Emissionen, die durch die Produktion verursacht werden. Sie liegen im Einflussbereich eines Unternehmens und seiner Tätigkeiten. Weitere Quellen:

  • Fixe Verbrennungsquellen (Stationäre Quellen): Heizungen, Kessel, industrielle Maschinen
  • Mobile Verbrennungsquellen (Fahrzeuge und Maschinen): Fahrzeuge mit Verbrennermotoren
  • Direkte Emissionen durch Produktionsprozesse: In der Lebensmittelherstellung bei der Fleischverarbeitung oder bei der Papierherstellung mit dem Kochen von Holz
  • Fugitive Emissionen: Unbeabsichtigt entweichende Emissionen durch Gasverluste oder Leckagen bei Kühlanlagen
  • Emissionsquellen aus Landnutzung und Forstwirtschaft: Durch Abholzung oder veränderte Nutzung von Agrarflächen entstehende Emissionen

Scope 2: indirekte Emissionen aus dem Energieverbrauch

Emissionen, die durch die Nutzung von Strom, Wärme, Kühlung oder Dampf entstehen. Mit einer Ausnahme: Ist die genutzte elektrische Energie vom Unternehmen selbst erzeugt, fällt sie nicht unter Scope 2, sondern wird als Brennstoff in Scope 1 bilanziert.

Scope 3: weitere indirekte Emissionen

Emissionen, die sich auf alle indirekten, nicht unmittelbar durch das Unternehmen selbst verursachten Ausstöße beziehen. Sie werden verursacht durch die Nutzung und Entsorgung von Produkten, zum Beispiel durch Lieferanten innerhalb der Lieferkette oder aber auch durch Geschäftsreisen. Weitere Quellen:

  • Energie-Emissionen, die zuvor nicht genannt wurden
  • Einkauf von Dienstleistungen und Produkten: Von Lieferanten verursachte Emissionen durch Fertigung und Lieferung der gekauften Produkte
  • Sachanlagen (langfristige Vermögenswerte): Kapitalintensive Investitionen, Gebäude, Maschinen. Indirekte Emissionen durch Instandhaltung, Herstellung, Betrieb und Transport
  • Generierte Abfälle: Durch Produktion entstehende Abfälle, die durch Entsorgung Recycling oder Depot Emissionen verursachen
  • Transport von Waren in der vorgelagerten und nachgelagerten Wertschöpfungskette: Vorgelagerter Transport = Ausstöße durch Lieferanten beim Transport von Materialien zum Unternehmen. Nachgelagerter Transport = Ausstöße des Transports des fertigen Produktes vom Unternehmen zum Endverbraucher oder in den Einzelhandel
  • Dienstreisen: Flugreisen, Autofahrten, Zugreisen
  • Leasing von Vermögenswerten in der vorgelagerten und nachgelagerten Wertschöpfungskette: Leasingverträge für Fahrzeuge, Maschinen oder Gebäude
  • Investitionen: Finanzielle Mittel, die ins Unternehmen, seine Projekte oder Aktivitäten fließen und so Emissionen verursachen. Beispiel: Investition in fossile Brennstoffprojekte
  • Transport von Besuchern und Kunden: Fahrten externer Personen zum Unternehmen, zu Messen oder Veranstaltungen eines Betriebes 
  • Verwendung der verkauften Produkte und End-of-life: Emissionen, die beim Gebrauch des Endproduktes und seiner Entsorgung entstehen 
  • Nachgelagerte Franchise: Energieverbrauch im Franchiselokal, Abfallmanagement, Fahrten und Transport (innerhalb der Lieferkette)
  • Pendeln: Nutzung von Auto, Zug, Bus oder Flugzeug für den Arbeitsweg
  • Andere indirekte Emissionen: Alle bisher nicht genannten Emissionen durch Aktivitäten in der Wertschöpfungskette
Close
YouTube screenshot

CO₂-Emissionen = Treibhausgas-Emissionen?

Jein! CO₂-Emissionen sind ein Teil von Treibhausgas-Emissionen. Erstere bezeichnen ausschließlich Emissionen von Kohlenstoffdioxid (CO₂), welche hauptsächlich durch industrielle Prozesse sowie die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Öl, Gas und Kohle entstehen. Kohlenstoffdioxid ist das am häufigsten vorkommende Treibhausgas, jedoch eben nur eines von vielen.

Treibhausgase – mehr als nur Kohlenstoffdioxid

Treibhausgase sind jene Gase, die die Erderwärmung fördern und somit den Klimawandel begünstigen. Diese sind:  

  • Kohlenstoffdioxid (CO₂): Entsteht durch Verbrennung fossiler Brennstoffe und industrielle Prozesse sowie bei der Energieproduktion (Kraftwerke) und der Abholzung (Reduktion von CO₂-Absorbierung durch Wälder)
  • Methan (CH₄): Entsteht durch die Zersetzung von organischer Materie, vor allem in der Landwirtschaft (Tierhaltung); bei der Abfallentsorgung; Ölproduktion und Erdgasförderung (Gasleckagen); in natürlichen Quellen wie Reisfeldern und Feuchtgebieten. Wirkt viel stärker als Kohlenstoffdioxid
  • Lachgas (N₂O): Wird insbesondere in der Landwirtschaft durch Stickstoffdüngemittel freigesetzt, aber auch bei industriellen Prozessen (Chemikalienherstellung) und Verbrennung fossiler Brennstoffe. Ebenfalls deutlich stärker als CO₂
  • Fluorkohlenwasserstoffe (HFKW), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFC), Schwefelhexafluorid (SF6) und seit 2015 Stickstofftrifluorid (NF₃): Künstlich hergestellte Gase, die in der Elektroindustrie sowie in Klima- und Kühlanlagen – aber nur in geringen Mengen in der Atmosphäre vorhanden sind. Sie entstehen durch Kühlmittel, bei der Elektroschrott-Entsorgung und der Halbleiterproduktion (notwendig für Smartphone, PCs und andere elektronische Geräte)

Auch wenn nicht alle Treibhausgase die gleichen Auswirkungen auf das Klima haben, sind sie alle relevant für die CO₂-Bilanz, da diese die gesamten Treibhausgasemissionen erfasst. Wie aber Treibhausgase mit verschiedenen Effekten effizient vergleichbar machen? Die Lösung: CO₂-Äquivalente (CO₂e).

Einer für alle: CO₂-Äquivalente (CO₂e)

Verschiedene Treibhausgase haben verschiedene Auswirkungen auf unser Klima, also unterschiedliche Treibhauspotenziale (GWP - Global Warming Potential). Um ihren Einfluss vergleichen zu können, gibt es die Maßeinheit CO₂-Äquivalent (CO₂e), sie gibt die Klimawirkung der verschiedenen Treibhausgase im Vergleich zur Klimawirkung von Kohlenstoffdioxid (CO₂) an. Jedem Treibhausgas wird vom Weltklimarat ein Treibhauspotenzial im Vergleich zu Kohlenstoffdioxid zugeordnet. 

Die Formel zur Berechnung der CO₂-Äquivalente lautet: 

GWP des Gases x Emissionsmenge des Gases = Emissionsmenge in CO₂e

Beispiele: 

Methan (CH₄): GWP von 28  = 1 Tonne Methan hat die gleiche Klimawirkung wie 28 Tonnen Kohlenstoffdioxid. Also: 1 Tonne Methan (CH₄) = 28 Tonnen CO₂e

Lachgas (N₂O): GWP von 265* = 1 Tonne Lachgas hat die gleiche Klimawirkung wie 265 Tonnen Kohlenstoffdioxid. Also: 1 Tonne Lachgas (N₂O) = 265 Tonnen CO₂e

In der Regel werden Treibhauspotentiale für einen Zeitraum von 100 Jahren gemessen, für Forschungszwecke manchmal auch für kürzere oder längere Zeitspannen. Für das erste Beispiel bedeutet dies, dass Methan innerhalb der ersten 100 Jahre nach seiner Freisetzung 28-mal schädlicher auf den Treibhauseffekt wirkt als Kohlenstoffdioxid. 

*GWP von 265: Diese Angabe stammt aus dem Fünften Sachstandsbericht (AR5) des IPCC (Weltklimarat) von 2013/2014. Im vorherigen Sachstandsbericht (AR4) von 2007 wurde noch von einem GWP von 298 ausgegangen. Seither können atmosphärische Prozesse jedoch besser geschätzt werden, was zur Korrektur geführt hat. 

GHG Protocol: internationaler Standard bei der CO₂-Bilanzierung

Das GHG-Protocol (Greenhouse Gas Protocol) oder auch Treibhausgas-Protokoll ist ein international anerkannter Standard zur Erfassung und Messung von Treibhausgasemissionen (THG) – und ist weltweit die am häufigsten genutzte Grundlage für die Erstellung von CO₂-Bilanzen.

Es ist die Antwort des World Resources Institute (WRI) und des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) auf die Forderungen nach einem Rahmen für einheitliche Berichterstattung von THG für Unternehmen, Regierungen und Organisationen.

Heute ist es Ausgangspunkt für zahlreiche gesetzliche und freiwillige Berichterstattungsinitiativen, wie z. B. die CSRD-Richtlinie – und eben die CO₂-Bilanz, da es die Scopes 1, 2 und 3 und die damit verbundenen Emissionen genau definiert. Außerdem gibt es klare Anweisungen zur Berechnung der Treibhausgasemissionen und ihrer Umrechnung in CO₂-Äquivalente. 

CO₂-Bilanz erstellen nach dem GHG-Protokoll

Nun sind alle Informationen rund um die CO₂-Bilanz gesammelt, Hintergründe und Anforderungen sind bekannt. Wie sieht die Erstellung einer CO₂-Bilanz aber in der Praxis aus? In der Regel erfolgt eine CO₂-Bilanzierung in folgenden fünf Schritten:

  1. Zielsetzung und Abgrenzung: Was sind die Ziele meiner CO₂-Bilanz? Festlegung der Scopes 1, 2 und 3 
  2. Datenerhebung und -aufbereitung: Identifikation von Emissionsquellen, Zusammentragen von Aktivitätsdaten innerhalb und außerhalb des Unternehmens (Energieverbrauch, Materialeinsatz, Transport)
  3. Berechnung in CO₂-Äquivalente: Umrechnung der THG-Daten in CO₂-Äquivalente
  4. Analyse und Bericht: Bewertung der Emissionen, Zusammenfassung der Daten in einem übersichtlichen Bericht, der Scopes und Methoden transparent offenlegt 
  5. Maßnahmenplanung: Erstellung eines Actionplans, in dem kurz-, mittel- und langfristige Klimaschutzmaßnahmen festgelegt werden, für eine nachhaltige und wirksame Emissionsreduktion

The extra mile: ISO 14064

Wenngleich das GHG Protocol die optimale Grundlage für eine CO₂-Bilanz ist, kann die ISO 14064 Norm ergänzend Vorteile schaffen. Sie ist von der Internationalen Organisation für Normung (ISO) entwickelt worden, um Unternehmen zu helfen, ihre Treibhausgas-Emissionen zu quantifizieren, zu verwalten und über sie zu berichten. Die ISO 14064 ist in drei Teile gegliedert: 

  • ISO 14064-1: Erfassung und Berichterstattung von Emissionen
  • Hilfreich für: Standardisierte Erfassung (klare Methodik zur Quantifizierung); Basis für die Nachhaltigkeitsstrategie (Identifikation von Emissionsquellen und Reduktionszielen); Kredibilität durch verbesserte Transparenz; Kompatibilität (mit CSRD, SBTi oder CDP)
  • ISO 14064-2: Klimaschutzprojekte
  • Hilfreich für: Überwachung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen in Klimaschutzprojekten; Projektevaluation; Förderung und Innovation (Entwicklung nachhaltiger Projekte für Emissionsreduktion); Marktzugang (Projekte entsprechen Anforderungen des Emissionshandels); nachhaltige Investitionen (grüne Anleihen)
  • ISO 14064-3: Verifizierung und Validierung
  • Hilfreich für: Erhöhte Kredibilität durch externe Prüfung; regulatorische und rechtliche Konformität (z. B. CSRD); Vertrauen durch verifizierte Bilanzen; verbesserte Daten (Identifikation von Schwachstellen in der Datenerhebung)

Vorteile der CO₂-Bilanzierung: 6 gute Gründe

Warum eine CO₂-Bilanz mehr als nur eine müßige Verpflichtung ist:

  1. Zukünftige Veränderungen voraussehen: Neben der Emissionsbewertung dient eine  CO₂-Bilanz dazu, das eigene Geschäftsmodell und die Abhängigkeiten des Unternehmens zu hinterfragen. Im Zusammenhang mit dem Klimawandel können Abhängigkeiten zu ernsthaften Bedrohungen für die langfristige Unternehmensstabilität werden. Eine CO₂-Bilanz ermöglicht es, Risiken frühzeitig zu erkennen und kommende Herausforderungen zu antizipieren.
  2. Den ökologischen Wandel der Gesellschaft als Ganzes unterstützen: Wenn ein Unternehmen seine Treibhausgasemissionen sowie seine Maßnahmen zu deren Reduktion offen kommuniziert, trägt es einen wichtigen Teil zur Transparenz und der kollektiven Anstrengung gegen den Klimawandel bei. Auch werden Kunden nachhaltige Konsumentscheidungen ermöglicht. 
  3. Das Markenimage verbessern: Die Bereitschaft und Bemühung eines Unternehmens, seine Emissionen zu reduzieren, trägt zum positiven Image der Marke bei. Die CO₂-Bilanz wird zum Wettbewerbsvorteil, weil sie Transparenz und Glaubwürdigkeit schafft.
  4. Junge Talente von morgen gewinnen: Gerade den Millennials, also den jungen Berufstätigen, ist das Umweltengagement eines Unternehmens wichtig bei ihrer Entscheidung für oder gegen einen Arbeitgeber. Sieben von zehn jungen Menschen sind der Meinung, dass Unternehmen nicht genügend ehrliches und tiefgehendes Engagement im Bereich Nachhaltigkeit zeigen. Eine Chance für die Unternehmen, die Werte der neuen Generationen glaubhaft verkörpern, Talente auf dem Arbeitsmarkt an sich zu binden.
  5. Mobilisierung der Mitarbeiter: Je glücklicher die Mitarbeiter sind, desto mehr engagieren sie sich für ihren Arbeitgeber und umso motivierter sind sie, Unternehmensziele zu erreichen. Da der Klimawandel zu den größten Sorgen vieler Menschen gehört, wirkt sich  ein nachhaltiger Ansatz positiv auf die Leistung der Mitarbeiter aus.
  6. Weniger ausgeben – mehr bekommen: Die Erstellung einer CO₂-Bilanz ist mit Kosten verbunden, langfristig hilft sie jedoch, Kosten einzusparen, da die energieintensivsten Ausgaben meistens auch die teuersten – aber nicht die notwendigsten sind.

CO₂-Bilanzierung mithilfe von Greenly

Keine Frage: Eine CO₂-Bilanz ist mit Aufwand verbunden. Jedoch verspricht Greenly Ihnen, dass dieser Aufwand mit unserer Hilfe minimiert wird. Wir haben eine Plattform geschaffen, auf der Sie alle Daten und Analysen automatisiert und strukturiert auf einen Blick haben. CO₂-Bilanzierung wird mit Greenly zu einem Kinderspiel – mit einem Reporting, das die Anforderungen der Gesetzgebung und des GHG Protocols erfüllt.

Unsere Arbeit beruht auf der Verbindung zweier komplementärer Ansätze der CO₂-Bilanzierung: dem physischen und dem monetären Ansatz – auch bekannt als Activity-Based Approach bzw. Spend-Based Approach.

Wenn die Datenlage es erlaubt, nutzen wir den physischen Ansatz, dieser ermöglicht genaue Berechnungen für jedes Element der CO₂-Bilanz, indem er auf spezifischen Aktivitätsdaten wie Energieverbrauch, Materialeinsatz oder Transportwegen basiert. Anhand dieser Zahlen lassen sich die verursachten Emissionen verlässlich berechnen.

Unsere Experten wissen jedoch, dass es nicht immer einfach für Unternehmen ist, detaillierte Daten für alle Bereiche bereitzustellen. In diesem Fall kommt der monetäre Ansatz zum Einsatz. Dieser erlaubt uns zumindest eine Schätzung der Emissionen, indem er finanzielle Ausgaben analysiert und mit durchschnittlichen Emissionsfaktoren verknüpft. Die Ergebnisse sind zwar wesentlich ungenauer, aber nicht nutzlos, da sie Lücken schließen können und so zu einem möglichst vollständigen Bericht verhelfen. 

greenly platform

Fallbeispiel: PayFit

Das französische Startup PayFit hat es sich zur Aufgabe gemacht, HR-Prozesse zu automatisieren und zu vereinfachen, dazu hat es eine Software-Lösung für Lohn- und Gehaltsabrechnungen sowie Personalmanagement entwickelt. Für seine erste CO₂-Bilanz mit dem Ziel CO₂-Emissionen zu senken und dabei alle Verantwortlichen innerhalb des Unternehmens mit einzubinden, hat PayFit sich an Greenly gewandt. Gemeinsam wurde eine nachhaltige Klimastrategie entwickelt, die sowohl die betrieblichen Herausforderungen als auch Klimaherausforderungen berücksichtigt.

Wie wir das gemeinsam geschafft haben, lesen Sie hier: https://greenly.earth/fr-fr/case-study/payfit-2


Los geht’s – oder haben Sie noch Fragen?

Lassen Sie sich von unseren Experten in einem persönlichen Gespräch unsere Plattform vorstellen. Hier geben wir Ihnen einen Einblick in unser Angebot und Sie werden sehen, wie einfach die CO₂-Bilanzierung und das damit verbundene Sparen von Emissionen und Kosten mit Greenly ist: https://greenly.earth/de-de

More articles

View all